Bau der Hütte

Aus diesem Grund entschloß man sich 1926 einen festen Vereinssitz auf der Nordseite des Großen Gallberges, unterhalb der Boxdorfer Windmühle zu bauen. Laut Vertrag vom 23.Februar 1926, pachtete man von einer gewissen Bertha Fickler aus Reichenberg, Dresdner Straße 17, ein Stück Land, oben benannter Lage. Pächter war laut Quelle ein Herr Walter Wolf. Aus dem Vertrag geht hervor, daß Walter Wolf auf dem oben genannten Grundstück ein "Holzhaus mit massiven Unterbau" errichtet. Die Ortsgemeinschaft des TVDN verpflichtete sich, den Hausbau teilweise mit zu finanzieren. Nach vorliegenden Fakten betrug die Gesamtsumme für den Hausbau damals 2055,- Reichsmark, welche über Anteilscheine durch die Mitglieder des TVDN aufgebracht wurden. Walter Wolf überließ dem TVDN das Haus für geleistete Arbeiten und Teilfinanzierung auf 10 Jahre unentgeltlich. Weiter heißt es :" Wenn die Ortsgruppe Boxdorf des TVDN Ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommt, kann Herr Wolf vom Vertag zurück treten und verpflichtet sich, die noch offen stehenden Anteile binnen 4 Wochen auszuzahlen." Im Jahre 1926 begann der Bau. Man errichtete auf einen Granitfundament ein Holzhaus. Das besondere daran ist, daß das Haus in Ganzholzausführung in Hohlwandbauweise errichtet wurde. Das heißt, daß das Haus ganz aus Holz mit Hohlwänden erbaut wurde. Diese Hohlwände wurde zur Wärmedämmung mit geschrotenem Torf verfüllt, welcher bis heute noch vorhanden ist. Der Hauptraum ist mit einer Zwischenholzdecke in 4 Segmente gegliedert, welche auch mit Torf verfüllt sind. Diese Segmentdecke ist in freitragender Bauweise ausgeführt und ist in der Mitte von einem Holzbalkenkreuz fixiert. Durch Querbalkenverstrebung ist dieses Balkenkreuz ebenfalls freitragend und an den Giebelseiten verankert. Der so überflüssige Stützpfeiler für das mittlere Balkenkreuz schafft eine räumliche Vergrößerung, was den nur 6 x 8,5 Meter großen Hauptraum größer erscheinen läßt. Im hinteren linken Bereich befindet sich eine ca. 2 Meter Tiefe und ca. 4 Quadratmeter große in Cyenit gesetzte Kellerniesche, in welche auch im Sommer Speisen und Getränke angenehm kühl aufbewahrt wurde. So hatte man sich bis ca. im Sommer 1927 ein gemütliches Vereinshaus errichtet und konnte diese Stätte vielseitig nutzen, für Sitzungen, Vereinsarbeit oder auch für Feierlichkeiten. Der Verein entfaltete und entwickelte sich zu einer gern besuchten und viel genutzten Stätte für eine sinnvolle Freizeitgestaltung der Boxdorfer Jugend und auch der umliegenden Gemeinden. Dies endete mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahre 1933.



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